Nov 27
Auch wenn die Flugsimulation eher zu einem Genre gehört, dem eigentlich wenig Beachtung geschenkt wird, gibt es dennoch Spiele, die sich genau das zum Thema machen. Unser Apache: Air Assault Test soll Euch zeigen ob es den Entwicklern gelungen ist, dem ins Abseits geratene Genre neues Leben einzuhauchen. Und was neu ist, nach H.A.W.K 2 erscheint auch das neue Simulationsspiel auf allen gängigen Konsolen. Nischenprodukt oder doch mehr? ist die passende Frage, die mit Blick auf Apache Air Assault gestellt werden sollte.

Das Problem, dass bei der Entwicklung solcher Spiele meist vorliegt ist die Komplexität mit der es erscheinen muss. Das haben Fans und Freunde solcher Spiele schon oft klargestellt. Eine Simulation darf erst dann eine sein, wenn sie möglichst realistisch ist. Doch aufgepasst. Unser Apache: Air Assault Test hat gezeigt, dass das Spiel einiges zu bieten hat, auch wenn es nur mit einem Gamepad bedient werden kann. Man startet das Spiel üblicherweise in mehreren Trainingseinheiten, damit auch jeder Leihe in die Bedienung rein findet. Muss man natürlich nicht, empfiehlt sich allerdings um sich einen Überblick zu verschaffen. Gestaffelt ist das Spiel weiter in drei Schwierigkeitsstufen. Gesteuert wird das tonnenschwere Gefährt mit Hilfe der beiden Sticks des Gamepads, einer kontrolliert die Neigung in alle Richtungen, der andere die Höhen- und Seitwärtsbewegung. In unserem Apache: Air Assault ergab sich dadurch eine überaus realistische Steuerung, die die Trägheit eines solch großen Helikopters gut und genau einfängt.

Details im Apache Air Assault Test


Auf höherer Schwierigkeit wird es immer anspruchsvoller und schwerer. Es ist keinesfalls einfach das Teil konstant zu fliegen. Vielmehr muss man den Schub relativ ruhig und konstant halten, um möglichst grade zu fliegen. Doch grade diese filigrane, detaillierte Steuerung bietet viele Möglichkeiten für waghalsige Manöver. Eine eingebaute Funktion in das Spiel ist der Schwebemodus. Diese kann sich aktivieren lassen und ist besonders nützlich wenn man als Bordschütze dabei ist und auf Gegner feuern will. Der Heli schnellt in die Luft und bleibt an einem bestimmten Punkt stehen, was dem Schützen Zeit für Schüsse gibt. In der Regel wird diese Aufgabe von der künstlichen Intelligenz übernommen und der Spieler kümmert sich um das Fliegen. Als Pilot stehen natürlich auch einige Waffen zur Auswahl: es gibt ungelenkte und gelenkte Raketen, letztere sind besonders Wirksam um erste Gegner schon aus der Entfernung auszusortieren. Doch Vorsicht. Wildes rumballern sollte vermieden werden da der Munitionsvorrat begrenzt ist. In das Spiel wurden Landeplätze integriert, auf die der Spieler herabsinken kann um etwa Munition aufzufüllen oder sich reparieren zu lassen.

Weitere Infos im Apache Air Assault PS3 Game


Die Kampagne bietet dem Spieler 16 teilweise sehr lange Aufträge, die aber schnell eintönig wirken. Man hat oft das Gefühl das man zu einem Einsatzort fliegt, alles niedermacht und wieder zurück fliegt. Was wir im Apache: Air Assault Test vermisst haben ist eine Story, die die Aufträge umrahmt. Der Spieler hat vor den Missionen einen Text auf dem Bildschirm mit Instruktionen, Szenen die eingespielt werden sind grafisch nicht grade anspruchsvoll. Mit bestandenen Aufträgen werden Boni frei geschaltet, wie etwa Tarnfarben für den Helikopter die man ab dem Zeitpunkt frei wählen kann. Auch ist ein Replay jeder Mission verfügbar, dass man aus mehreren Perspektiven betrachten kann. Wenig Sinn macht leider der Koop-Modus. Der ist nur lokal verfügbar, während der Aufträge muss die Sicht zwischen Pilot und Schütze manuell gewechselt werden. Komischerweise kann das auch nur der Pilot machen. Ebenso hat auch nur dieser die Macht über den Wechsel zwischen Normal- und Wärmekamera des Schützen. Warum auch immer?! Ebenfalls unverständlich sind die Online Modi. Man kann mit bis zu 4 Spielern Missionen bestreiten, sitzt allerdings nicht zusammen in einem Heli, sondern jeder Spieler steuert seinen eigenen. Fliegt man online Rennen gegeneinander, hat man leider keinerlei Ansicht wo man sich befindet, wo der Zielpunkt ist und wo genau sich die Gegner befinden. Der Sieg bleibt also reine Glückssache. In Sachen Umgebung und Helikopter haben sich die Entwickler Gaijin sehr viel Mühe gegeben. Die Landschaften sind sehr realistisch und die Helis sind sehr detailgetreu programmiert. Der Sound hat uns in unserem Apache: Air Assault Test sehr beeindruckt. Abgesehen von der Cockpit Perspektive, eine von 4 frei wählbaren, in dem man gar nichts vom Motorensound mitbekommt, sind die Effekte sehr pompös und laut.

Das Apache Air Assault Test Fazit


Klar, für Flugsimulationen muss man sich begeistern können. Apache: Air Assault kann es durchaus schaffen da ein paar neue Fans und Freunde an Land zu zuziehen. Dennoch muss man sich darüber bewusst sein, dass das Spiel nicht als abwechslungsreichstes in die Geschichte eingehen wird. Trotzdem hat unser Apache: Air Assault Test streckenweise viel Spaß gemacht. Zumindest in der Kampagne. Grafik und Sound hat uns überzeugt, und sieht man mal von den Schwächen im Koop- und Online-Modus ab, und auch über die schlechte und größtenteils fehlende Story, sollte man die Flugsimulation auf jeden Fall einmal ausprobieren.


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