Mär 12
Wie macht sich der neue Shooter im Bulletstorm Test-Spiegel? Sein Spiel mit dem Slogan – Töte mit Geschick – zu bewerben, ist sicher gewagt. Vor allem, weil dieser die Handlung auf eine einzige Tatsache beschränkt, die allein noch kein gutes Game macht. Auch der verwendete Humor erscheint auf den ersten Blick recht plump und fad, also warum sollte man das Spiel überhaupt kaufen? Das alles scheint wie gesagt nur auf den ersten Blick, den hingegen aller Klischees, die Beschreibung, Vermarktung und der äußere Eindruck, ist Bulletstorm wesentlich mehr als nur ein dahin geklatschter Shooter, der versucht fehlende Elemente mit Gewalt zu kompensieren.

Was bietet der neue Shooter laut Bulletstorm Test?


Zu Beginn des Bulletstorm Test für die PS3 sieht sich der Spieler mit der Zukunft konfrontiert, in der es von Piraten nur so wimmelt. Der Protagonist ist Grayson Hunt, ein ehemaliger Konföderierter, der mittlerweile ein Gesetzloser ist. Die meiste Zeit verbringt er damit, seinen ehemaligen Kommandanten zu belästigen und gemeinsame Sache mit der der Gruppierung Dead Echo zu machen. Da Hunt die Konföderation für seinen Rausschmiss verantwortlich macht, will er eine zufällige Gelegenheit nutzen, um das Herz der verhassten Vereinigung zu zerstören. Doch bei dem Versuch läuft nicht alles wie geplant und so befördert sich Hunt samt seiner Crew auf den Planeten Stygia. Es liegt nun an ihm, die Überlebenden von diesem runter zubringen und vielleicht auch Rache zu nehmen.

Die Punktevergabe ergibt sich aus den Treffern und Angriffen unseres Protagonisten. Dabei werden die unterschiedlichen Möglichkeiten auch anders bewertet was bedeutet, erzielt man einen Kopfschuss, gibt es andere Punkte als etwa bei einem Tritt. Dieses System nennt sich Skillshots. Zudem kann der Spieler Angriffe mit Bewegungen kombinieren, die die dabei erreichte Punktzahl in die Höhe treibt. Frei nach dem Motto, umso besser die Kombo desto besser die Punkte. Auch wenn die Attacken in dem Bulletstorm Test für die PS3 recht unrealistisch wirken, machen sie dennoch viel Spaß und geben dem Spiel ein gewisses Image, von dem es lebt. Der Unrealismus wirkt recht einzigartig und ist in dem Gesamtkontext von Bulletstorm wiederum stimmig. Betrachtet man das komplette Design und die Atmosphäre, passen die Kombos gut ins Bild. Das Spiel bietet viele interessante Waffen, die alle unterschiedliche Eigenschaften besitzen und so auch Einfluss auf die Punktebelohnung nehmen. Es gibt viele Abschnitte, in denen die Gegner wenig Deckung haben und man sein Inventar in blutigen Auseinandersetzungen hervorragend einsetzen kann.

Die Story in dem Bulletstorm Test war recht durchdacht wenn auch nicht elementar und voll von fantastischen Momenten, die von zusammenbrechenden Abschnitten bis hin zu mit riesigen Monstern gefüllten Städten reichten. Diese Idee haben die Entwickler auch auf das Design des Planeten Stygia übertragen. Es wirkt alles sehr bunt und lebendig, wenngleich viele Elemente böse sind. Dabei gibt es nicht nur Menschen fressende Banden oder mutierte Stämme, sondern auch lebensbedrohende Gefahren aus der Pflanzen- und Tierwelt. In Sequenzen, die in die Story eingebetet sind, erfährt der Spieler mehr über Stygia und seine Veränderung.
Auch wenn die Kampfsituationen überaus spaßig sind, müssen sie doch zu häufig angewendet werden, so dass man schnell nahezu alle Kombos kennt. Das ist nicht sonderlich schlimm, aber auch weil das Umgebungsdesign viel zur Abwechslung beiträgt.

Die Interaktion zwischen den Charakteren und der Geschichte bringt Spannung. Denn trotz der Rachegelüste des Protagonisten fühlt er sich häufig seiner Crew verpflichtet. In dem Bulletstorm Test für die PS3 brachte das eine Balance in die Züge des Helden. Denn neben all seinem Können und kämpferischen Eigenschaften hat er auch eine schwache Seite, die in nur allzu menschlich macht. All das führt zu einem tragischen Ende, bei der sich die Macher ein Hintertürchen für eine mögliche Fortsetzung offen lassen. Das ist okay, dennoch muss es nicht sein. Die Entwickler hätten einfach einen Nachfolger machen können, ohne das Ende, von dem nicht zu viel verraten werden soll, zu transparent zu gestalten. Bei einer solch abgedrehten Geschichte muss das Ende nicht realistisch sein, um eine mögliche Fortsetzung anzukündigen.

In dem Bulletstorm Test standen neben dem Storymodus noch zwei weitere zur Verfügung, einer von denen war der Echo-Modus. Bei diesem spielt man bekannte Abschnitte aus dem Hauptspiel, muss sie allerdings in einem Zeitlimit und mit höchstmöglicher Punktzahl bestehen. Dadurch bekommen gerade die effizienten Kombos viel Bedeutung. Im Weiteren kann man seine Erfolge in einer Rangliste eintragen und sich so mit Freunden oder Spielern aus der ganzen Welt messen. Der Zweite ist der Multiplayer-Modus, der den Namen Anarchie trägt. Allerdings ist dieser irreführend, denn anstatt chaotisch in der Gegend rumzuballern ist hier vielmehr koordiniertes Mannschaftsspiel gefragt. Bis zu vier Spieler können ein Team bilden und müssen anschließend Horden von Gegnern abwehren. Dabei geht es allerdings nicht darum, so viele wie Möglich zu vernichten, sondern diese besonders stilvoll um die Ecke zu bringen. Mit jeder Angriffswelle wird eine bestimmte Skillshot-Punktzahl gefordert, die es gilt zu erfüllen. Das beginnt einfach, wird jedoch immer schwerer. Nur in diesem Modus gibt es bestimmte Team-Skillshots, die mehr Punkte bringen und auch unbedingt angewendet werden müssen. Zwischen den Gegnerwellen kann man gewonnen Punkte in Rüstung und Waffen umsetzen, um bei dem nächsten Angriff noch effektiver zu sein.

In Deutschland wird Bulletstorm trotz der Freigabe ab 18 Jahren in einer geschnittenen Version erscheinen. Das ist überaus schade, denn in dem Bulletstorm Test für die PS3 hat das in gewissem Maß die Identität des Spiels geraubt. Fehlende Blutlachen und Totenschädel beeinflussen die Atmosphäre eher negativ, so dass man oft das Gefühl hatte, als würde etwas fehlen.



Das Bulletstorm Test-Fazit


Der Shooter stellt sich ansonsten sehr frisch, durchgeknallt und prachtvoll dar. Bulletstorm ist anders als die Shooter von heute. Dabei halten die Macher an ihrem Slogan fest. Denn umso kreativer der Spieler seine Gegner ins Jenseits befördert, desto mehr Punkte erhält man zur Belohnung. Nicht nur diese Möglichkeit macht es Abwechslungsreich, auch eine enorme Waffenauswahl wird geboten. So gibt es etwa ein Gerät, mit dem man einen riesigen Monsterroboter steuern und so viel Schaden anrichten kann. Doch nicht nur die Waffen, auch der Einsatz von Tritten und Slides kann in einer Kombo zu vielen Punkten führen. Unsere Redaktion hatte bei dem Bulletstorm Test für die PS3 sehr viel Spaß. Nicht weil es so ergreifend realistisch oder dramatisch war. Vielmehr gibt es bei Bulletstorm enorm viele Situationen, in denen man sich über die ausgeführten Kombos oder die Angriffsmöglichkeiten einfach nur amüsiert. Wer also gerne Shooter spielt, und nicht diese mit aktuellen oder geschichtlichen Themen, der wird an Bulletstorm definitiv Gefallen finden.
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