Mär 24
Der zweite Teil des Shooters trägt zweifelsohne eine schwere Last auf seinen Schultern, der Crysis 2 Test soll zeigen, ob er diese auch tragen kann. Der Vorgänger gehört zu den erfolgreichsten abgesetzten auf der PS3 überhaupt, der Nachfolger soll nahtlos an diesen Hype anknüpfen. Die Entwickler haben sich hohe Ziele gesetzt und behaupten über Crysis 2, dass es das schönste Spiel aller Zeiten sei. Sogar Modern Warfare soll es übertreffen.

Story, Features, Neues: Crysis 2 rockt


Rein vom Empfinden funktioniert das auch wunderbar, denn das Spiel lässt sich keinesfalls auf den Nanosuit und seine Fähigkeiten reduzieren sondern schafft es, in all seiner Zerstörung eine Schönheit darzustellen und dem ganzen Kampf einen Sinn zu verleihen. Dadurch ist es eine bessere Erfahrung als noch der erste Teil, wenngleich die Bausteine aus diesem stammen. Crysis 2 kann es echt schaffen, ein Shooter der Superlative zu werden.

Die Erde, wie wir sie kennen steht kurz vor dem Abgrund. Es ist das Jahr 2024 und die einstige Metropole New York befindet sich nahezu vollkommen in der Hand von Außerirdischen, die die Menschheit ausrotten wollen. Als Marine namens Alcatraz findet sich der Spieler inmitten der Verwüstung wieder und soll die Wende bringen. Ausgestattet wird man mit den modernsten Waffen und dem Nanosuit, der eine eigene künstliche Intelligenz besitzt. Dieser ist in gewisser Weise auch die Linse, durch die man das Spiel betrachtet. Von Beginn an ist der Anzug Dreh- und Angelpunkt. Im Crysis 2 Test musste man sich nicht durch lästige Menüs klicken. Alle Stausanzeigen befinden sich elegant an diesem und man bekommt alles übersichtlich dargestellt. Weiter verfügt der Nanosuit über drei verschiedene Modi. Stealth macht den Spieler unsichtbar, Strength verspricht stärkere Angriffe, höhere Sprungkraft und mehr Beschleunigung, Armor erhöht die Widerstandsfähigkeit. Jeder Einsatz erfordert unterschiedliche Powerlevel, die der Anzug bereithält. Eines der Ziele besteht darin, die richtige Nutzung aus der Balance aller zu finden.

Das halb zerstörte New York bietet eine der abwechslungsreichsten und bedrohlichsten Spielstätten überhaupt. Trotz des Zerfalls bleibt sie noch immer ein Labyrinth voller Gefahren. Man kann die einzelnen Abschnitte auf verschiedene Weise bewältigen, der Nanosuit unterstützt, indem er strategisch wichtige Punkte identifiziert und eine mögliche Route einbindet. Das sind etwa Waffenlager oder Feindansammlungen. Als Spieler kann man frei entscheiden, für welche Variante man sich entscheidet. Rüstet man auf, streckt man seine Feinde nieder oder wählt man einen ganz sicheren Weg.

Details im Crysis 2 Test


Die künstliche Intelligenz in dem Spiel ist überdurchschnittlich schlau. Die Feinde laufen nicht wie sie oft einfach auf einen zu und lassen sich abknallen. Vielmehr passiert es, dass sie den Spieler in einen Hinterhalt locken oder Situationen erzwingen, die in die Bedrängnis bringen. Die Kämpfe bieten viel Abwechslung, was nicht zuletzt an der Umgebungsgestaltung liegt. Diese sind nicht nur Breit sondern auch Hoch gebaut. So ergeben sich immer andere Situationen, zum einen für den Protagonisten, der auf verschiedene Arten reagieren kann, zum anderen für die Feinde, die aus unterschiedlichen Positionen angreifen können. Dabei bietet jede Methode dem Spieler andere Vorteile. Im Crysis 2 Test war der Angriff von Oben etwa sehr überraschend und daher auch sehr effektiv. Genauso das Anschleichen an feindliche Gruppen, um sie still von hinten zu erledigen. Dabei geht es nicht um rohe Gewalt, sondern vielmehr um eine Kombination aus überlegtem Handeln und Entschlossenheit. Auch gibt es wieder die Freilauf-Waffe, die sich individuell mit Zielfernrohr, Schalldämpfer oder mit Fahrzeughalterung modifizieren lässt. Auch der Nanosuit lässt sich aufwerten. Doch dabei muss man genau überlegen. Denn nur ein Update kann zur selben Zeit aktiv sein. Die Summe aus allem fördert den Widerholungswert enorm, da man bei erneutem Spielen andere Modifikationsmöglichkeiten anwenden kann.

Der Crysis 2 Test offerierte einen starken Drang der Vorwärtsbewegung. Deshalb nimmt man sich gar nicht die Zeit, sich in der gesamten Spielwelt umzusehen. Zumindest nicht beim ersten Spielen. Dennoch gibt es keine Abschnitte, die sich anfühlen wie Röhrenlevel, die lediglich auf schnelles Abhandeln abzielen. Trotzdem konzentrierte man sich mehr, da die Umgebungen enorm viele Eindrücke bieten. Weniger aufwendige Passagen sind vielmehr Ruhephasen.

Insgesamt stellt sich die Geschichte um Crysis 2 sehr logisch und wohl durchdacht dar. Sie ist nicht nur Leitfaden sondern vielmehr eine Zukunftsvision um Machtteilung, Machtgewinnung und die Weiterentwicklung von Eigenschaften und Fähigkeiten. Es ist nicht so, dass die Geschichte vom Wesentlichen ablenkt. Der Spieler bekommt nur mehr geboten als bei vielen anderen Games. Die Entwickler halten sie ständig aufrecht, damit man nicht vergisst, weshalb man kämpft.

Obwohl das Spiel keine düstere Atmosphäre aufweist, stellt sich dennoch ein beklemmendes Gefühl ein. Es ist der Mix aus Thema und Darstellung, der das gesamte Szenario irgendwie realistisch wirken lässt, wenngleich es fiktional ist. Das einfallende Licht erhellt keine gesamten Bereichen, sondern scheint vielmehr durch Bäume und Ruinen. Das unterstützt das Spielgefühl. Die Welt ist fast verloren, aber es gibt Hoffnung. Das wird gut verdeutlicht und gab es vorher in keinem anderen Spiel dieser Kategorie. Es ist nicht ungewöhnlich, dass man sich kurzzeitig in Sicherheit wägt, dann aber plötzlich Gebäude einstürzen. Man kämpft sich seinen Weg durch die Staubwolke um dahinter weitere beeindruckende Ruinen zu sehen und direkt darauf wieder in einem Gefecht zu landen. Der Soundtrack unterstreicht die gesamte Atmosphäre. Die komplette Handlung wird von einer erschreckenden Tonkulisse begleitet, die ständig präsent ist, sich aber dennoch zurück hält. Ergänzt wird das von intelligenten Geräuschen wie etwa das Echo von Schüssen oder den Angriffsschrei seiner Gegner in der Ferne.

Auch wenn wir vorher die künstliche Intelligent gelobt haben, scheint sie manchmal ausgeschaltet. So rennen die Feinde manchmal sinnlos im Kreis oder ohne den Anschein einer Reaktion in unsere Reihen. An anderer Stelle begannen beide Seiten zu schießen, obwohl sie noch gar nicht in Reichweite voneinander waren. Das ist schade und trügt ein bisschen das hervorragende Gesamtbild. In gewisser Weise hebt das Spiel die kleinen Fehltritte selbst auf, da darauf folgende Szenen wieder das genaue Gegenteil sind.

Der Mehrspielermodus spielt die bekanten Stärken aus und verspricht so Herausforderung und Abwechslung. Umso mehr Erfolge man im Crysis 2 Test verbuchen konnte, desto mehr Waffen und Nanosuit-Upgrades sind verfügbar. Zu Beginn der Mehrspielerkampagnen hat jeder Spieler Zugriff auf die Standartfunktionen des Kampfanzugs. Das kann sehr viel Spaß machen, wenngleich der Modus nach langem Spielen ein wenig in die Eintönigkeit abdriftet.
Crysis 2 ist für die PS3 ein großartiges Spiel. Im Vergleich zur Xbox 360 erkennt man allerdings einen geringen Verlust der Framerate. Das hat den Effekt, dass die Auflösung nicht ganz das Niveau erreicht und bestimmte Effekte wie etwa die Beleuchtung zurückstecken müssen.

Fazit im Crysis 2 Test


Trotz kleiner Mängel ist der Shooter ein großartiges Spiel für die PS3 geworden. Der Crysis 2 Test bestätigt einen würden Nachfolger, der den ersten Teil konsequent weiterführt und sich noch besser darstellt. Besonders die kreative Problemlösung bietet in vielen Situationen enorme Abwechslung und viel Flexibilität. Der Spieler hat Entscheidungsfreiheit bei vielen Momenten und kann so den Ausgang beeinflussen. Hinzukommt eine sehr gute Atmosphäre, die den gesamten Handlungsverlauf unterstützt. Sieht man über die kleinen Fehler bei der künstlichen Intelligenz hinweg, haben die Entwickler ihr Versprechen gehalten und vielleicht den Shooter des Jahres geschaffen. Crysis 2 erscheint am 24. März 2011 für die PS3. Anbei ein Video-Review (Demo):

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