Mär 11
Final Fantasy XIII, kurz FF13, Release war vor zwei Tagen am 9. März 2010. Erwartet wird das Rollenspiel aus dem Hause Square Enix schon seit mehreren Jahren. Erste Test-Ergebnisse gab es dann gegen Ende 2009, genauer am 9. Dezember als das Spiele-Magazin Famitsu Final Fantasy für sehr gut befand und 39 von 40 Punkten vergab (siehe Final Fantasy 13 Test). Der Grund für diesen frühen Test: Final Fantasy 13 erschien in Japan bereits Monate bevor es in der europäischen Version hierzulande auf den Markt kam. Mittlerweile haben aber auch die hiesigen Gaming-Magazine FF13 genauer beleuchtet und somit ist es Zeit ein erstes Fazit zum hiesigen Test-Spiegel zu ziehen. Was gefällt den Magazinen an FF13, was gibt es zu beanstanden, wie schneidet es durchschnittlich ab? Nicht zu vergessen: Welche Unterschiede gibt zwischen der PS3- und der Xbox 360 Version?

Final Fantasy 13 Grafik-Test PS3 vs. Xbox 360


Fangen wir mit der letzten Frage an - welche Unterschiede gibt es zwischen FF13 PS3 und Xbox 360? Wer nun denkt, dass sich die Unterschiede nur auf die Grafik beschränken, liegt nicht ganz richtig - doch dazu gleich mehr. Golem bringt es gut auf den Punkt, wenn sie ihren FF13-Grafik-Test-Vergleich mit dem Verweis beginnen, dass FF13 auf der Xbox 360 für PS3ler vermutlich schwerer vorstellbar ist als für Traditionalisten ein Mercedes in Bayern oder ein Kölsch in Düsseldorf - sehr gut! So ist es, doch um vorweg zu greifen: Final Fantasy XIII sieht auf der PS3 besser aus. Zudem müsse man aber auch weniger Ruckler einstecken, keine Disc wechseln und Golem zufolge gehe FF13 auf der PS3 auch schneller in die Kämpfe, sprich wechsele vom Standard- in den Kampfmodus schneller. Dennoch, so das Fazit vom Vergleich, sei die Xbox 360-Fassung von Final Fantasy 13 gut umgesetzt und zeige lediglich kleinere Schwächen, aber im Spielalltag keine gravierenden Mängel.
Um zurück zu den grafischen Unterschieden zu kommen: Final Fantasy 13 wird auf der PS3 in einer nativen Auflösung von 720p dargestellt. Dies enstspricht 1280 x 720 Bildpunkten. Zum Vergleich: Die Xbox 360 stellt das Game auf 1024 x 576 Pixeln hochskaliert auf bis zu 1080p dar. Damit das Ganze nicht im theoretischen Zahlenwirrwarr untergeht, kommt hier noch das Vergleichsvideo, mit Hilfe dessen sich jeder selbst über den Grad der grafischen Unterschiede überzeugen kann:


Der Meinung der Tester aus dem Hause Golem nach muss die Xbox 360 Version von Final Fantasy 13 deutlich mehr Kompressionsartefakte und Texturartefakte hinnehmen. Darüber hinaus sah man auch Schwächen bei der Kantenglättung, die bei der PS3-Version nicht festgestellt wurden - jedenfalls nicht in diesem Maße.

FF13 Test-Fazits im Überblick


Wirft man einen Blick auf die durchschnittliche Test-Wertung von Final Fantasy 13 PS3 werden viele doch etwas überrascht sein. "Nur" 82 Punkte gab es durchschnittlich für Square Enix Blockbuster. Warum hier von einem "nur" die Rede ist, liegt auf der Hand. Erstens vergab das OPM und Famitsu nahezu die volle Punktzahl und zweitens zählt das Game zu einen der meist erwarteten und gehypten Games auf der PS3. So wie es aussieht scheiden sich die Geister darüber, inwiefern Final Fantasy XIII diesen hohen Erwartungen gerecht wird. Dennoch sind auch 82 Punkte nicht von schlechten Eltern und bescheinigen den Machern in jedem Fall, dass sie ihre Sache gut gemacht haben. Schlussendlich scheint es wohl doch irgendwie Geschmackssache zu sein, ob man zu denen zählt, die in ihrem FF13-Test-Fazit schreiben "Final Fantasy XIII isn't just a game you merely enjoy. You fall in love with it." (siehe CVG) oder ob man eher der Meinung ist, dass Square Enix hier statt einem Game of the Year eher die "Cutscenes of the Year" abgeliefert haben (siehe Games Master UK Ausgabe 04/10). Nahezu Konsens ist, dass Final Fantasy XIII für Fans der FF-Serie ein Must-Have ist und nur die Wenigsten vom dreizehnten Teil enttäuscht werden. Wie IGN mutmaßte kann es schon sein, dass einige Hardcore-FF-Fans Kritiken äußern, die darauf abzielen, dass FF13 ein bisschen vom traditionellen Open-World-Feeling, Städte-Erkundungen und komplexen Mini-Games abkommt. Dennoch schließt auch das IGN-Fazit mit dem Urteil, dass Final Fantasy XIII sein Geld und somit auch eine Empfehlung Wert sei.
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1 Kommentare

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  1. Grover meint:

    Ich hab FF13 seit dem Release in meinem Laufwerk. Ich war irre gespannt und hab mir ähnlich epische Szenarien wie bei FFVIII beispielsweise erhofft. An seine großen Vorgänger kann der neueste Final-Fantasy-Teil zumindest spielerisch meiner Meinung nach nicht anschließen - dafür wird den Gamern ein cineastisches Feuerwerk (im buchstäbliche Sinne) geboten.

    Die Charaktere, vor allem die notorisch freundliche und quicklebendige Vanille, ziehen den Spieler sofort in den Bann. Es gibt - was mich besonders freut - auch wieder solche erzählerischen Höhepunkte, wie die Szene im Ballsaal zwischen Squall und Rinoa bei FFVIII. Der Spieler taucht ein in eine völlig neue Welt zwischen L'Cie und Fal'Cie - wobei natürlich auch wieder Monster à la Ifrit & Co. beschworen und im Kampf eingesetzt werden können.

    Ganz großer Nachteil bei FFXIII ist der lineare Levelaufbau. Man läuft fest abgesteckte Strecken ab. Sogar das Springen über Abründe übernimmt der Computer - hier hätte man vielleicht sogar einige Jump'n'Run-Elemente einbauen können, meine ich. Eingepfercht in Trümmer und Kristall, stellen sich dann wie üblich Monsterhorden in den Weg. Der Schwierigkeitsgrad ist dazu relativ simpel gehalten, so dass Frustmomente wie damals im Kampf gegen Adell ausbleiben. Auch habe ich noch keine Mini-Games am Rand wie damals zum Beispiel das geile Kartenspiel im Trading-Card-Style entdecken können.

    Wem aber beispielsweise MGS - Guns of the Patriots gefallen hat, der wird FFXIII genauso in sein Herz schließen. Bei dem Konami-Hit hat auch kaum jemand kritisiert, dass die Filmsequenzen viel länger als die eigentlichen Spielpassagen ausfielen. Die 80er-Wertung geht letztendlich wohl in Ordnung - obwohl sich viele natürlich wesentlich mehr erhofft hatten. Ein Vorschlag an Square Enix an den Nachfolger: Nehmt einfach alte, bekannte Charaktere und erzählt die Story weiter. Warum müssen jedes Mal neue Protagonisten auftauchen?

    Greetz, Grover

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