Mär 16
Zweifelsohne hat der Shooter im Vorfeld für viel Furore gesorgt, der Homefront Test soll zeigen, welche Erwartungen das Spiel erfüllt und worauf sich die Besitzer einer PS3 freuen können. Soviel darf vorweg gesagt werden, seine großen Konkurrenten Call of Duty oder Battlefield lässt es nicht hinter sich, dennoch kann er mit beklemmender Atmosphäre und Überraschungsmomenten bestechen.

Die Homefront Story & Co


Auch wenn die Geschichte fiktiv ist, erscheint sie gerade vor aktuellem Hintergrund der tobenden Bürgerkriege und Volksaufstände irgendwie real und greifbar. In Homefront leidet die Welt an einer seit 15 Jahren andauernden Energie- und Wirtschaftskrise. Globale Interaktionen gibt es schon lange nicht mehr und jede Nation versucht seine Rohstoffe so gut wie möglich einzusetzen und zu behalten. Infrastrukturen sind zusammengebrochen und auch seine Streitkräfte können die Meisten nicht aufrechterhalten. Im Jahr 2027 nutzt die Republik Nordkorea diese Situation und übt einen Angriff auf die USA aus. Einkaufszentren, Vororte und Straßenzüge sind nunmehr Kriegsschauplatz und werden größtenteils von der Besatzermacht kontrolliert. Doch es formiert sich Widerstand. Hier kommt man in das Spiel. Man ist Teil der Rebellen und versucht den Feind zu unterwandern. Nach einer beeindruckenden und doch beängstigenden Einleitung startet die Kampagne.

Lob im Homefront Test


Die war im Homefront Test sehr gut umgesetzt, dramatisch und abwechslungsreich. Sie dauert rund fünf Stunden und schon im Vorfeld war bekannt, dass sie viel emotionaler sein soll als in vergleichbaren Shootern. Größtenteils kann die Kampagne ihr Versprechen halten. Es gibt knallharte Schießereien, Helikoptereinsätze, taktisch basierte Abschnitte und vieles Andere um die Herausforderungen so flexibel wie möglich zu machen. Dabei hat man stets das Gefühl, dass die jeweiligen Missionen an die richtigen Stellen gesetzt sind. Auch die Geschichte ist überaus eingängig. Im Gegensatz zu vielen Konkurrenten hatte man im Homefront Test nicht ständig das Gefühl, als sei die gesamte in Handlung in Patriotismus gehüllt. Ganz ignorieren kann man diesen Punkt natürlich nicht, zumal die kommerziellen Titel meist aus den USA kommen und sie letztlich meist die Helden sind. Dennoch konnte man in gewisser Weise nachvollziehen, warum gerade die USA angegriffen wurden. Weiter geht es nicht ständig ums Kämpfen und Töten. Man stelle sich vor, man müsse im echten Leben einen Widerstand bilden. Man könnte auch nicht mit der Waffe in der Hand drauf los laufen und die Besatzer einfach bei Seite räumen. Vielmehr müsse man mehr Leute sammeln und sich über die Vorgehensweise bewusst sein um möglichst effektiv zu sein. Sicher hat man im Spiel vorgegebene Aktionen und Handlungen, dennoch haben es die Entwickler gut umgesetzt, dass Homefront nicht übertrieben wirkt. Zudem wird eine äußerst beklemmende und brutale Atmosphäre erzeugt. Leichen werden achtlos in Gräben geworfen, Unschuldige geraten des Öfteren in Kugelhagel. Das hat natürlich zur Folge, dass man im Verlauf des Spiels in weiten Strecken das Gefühl hat, also wolle man die Besatzermacht wirklich bekämpfen. Allerdings ist es nicht so, als seien die Nordkoreaner das Feindbild. Die Gegner sind in Homefront recht austauschbar und könnten auch jede andere Nation sein. Weiter entfällt in einigen Szenen der in anderen Spielen vorkommende Patriotismus. So gibt es auch Amerikaner, die die Situation zum plündern nutzen und wenn es sein muss auch in die eigenen Reihen schießen. Das hat man bisher nicht oft gesehen.

Die Grafik der PS3-Version war im Homefront Test echt beeindruckend. Das heißt nicht, dass sie alles bisher dar gewesene in den Schatten stellt. Dennoch sind die Gesichter der Figuren detailliert, alle Objekte werfen die richtigen Schatten und selbst bei intensiven Gefechten gibt es kein Stottern oder Ruckeln.
Der Fokus im Mehrspielermodus liegt auf Bodenkontrolle. Der Nutzer hat eine dreigeteilte Karte mit jeweils einem Ziel. Es gilt, alle Ziele einzunehmen und diese für eine bestimmte Zeit zu verteidigen. Schafft man dies, verrückt sich die Linie in Richtung Feind, wodurch es für diesen schwerer wird, ein potentielles Ziel zu erkämpfen. Nachdem verschieben erscheinen drei weitere Punkte, die eingenommen werden müssen. Verschiebt sich eine Linie, bekommt die führende Mannschaft einen Punkt, hat man zwei Punkte, ist die Runde gewonnen. Es gibt dabei einen Battle Commander, der auf Wunsch aktiviert werden kann. Der markiert die Mannschaft, die in Folge mehrere Ziele sichern konnte und verhängt ein Kopfgeld. So ist es für die Gegner attraktiver, erst einmal dieses Team zu bekämpfen.

Im Vorfeld kann man zwei Extras bestimmen, die gekauft werden können, wenn man mehrere Eroberungen in Folge verbuchen kann. Dafür bekommt man Geld, welches sich in Aufrüstung investieren lässt. Dadurch verschafft man sich und seinem Team einen enormen Vorteil gegenüber seinen Gegnern. Man kann warten, bis die anderen ebenfalls aufgerüstet haben, um effektiver und flexibler zu sein.

Kritik im Homefront Test


Leider gibt es neben dem Lob auch einige Kritikpunkte im Homefront Test. Das Spiel startet sehr stark, verliert aber leider gegen Ende zu sehr an Spannung. Auch wenn man im gesamten Verlauf den Patriotismus nur leicht vernimmt, wird er in den Schlussszenen umso präsenter. Leider schaffen es die Entwickler nicht, eine passende Inszenierung zu finden und darunter leidet die Atmosphäre. Das ist schade, wenn man den Rest betrachtet. In gewissen Abschnitten hat man ab und zu das Gefühl, dass die Entwickler es gerne schwerer hätten gestalten können. So ist etwa das Steuern von Vehikeln teilweise zu einfach, einige Abschnitte ziehen sich und beschränken sich auf das bloße Sammeln von Punkten. Doch das tut dem Spiel insgesamt nicht viel weh, sondern ist vielmehr einfach ein schwacher Abschnitt. Grafisch hätte man bestimmte Objekte und Szenen eindeutiger gestalten können. Manche Texturen wirken unscharf und auch wenn sie nicht vordergründig in der Handlung sind, hätte eine Bessere Darstellung das Gesamtbild gestärkt. Was leider extrem auffällt ist die wenig schlaue künstliche Intelligenz. Im Vergleich zu den großen Konkurrenten ist diese zu schlecht, so dass sich Feinde als auch Verbündete in einigen Situation schlichtweg falsch und unlogisch verhalten. Kritik am Mehrspielermodus ist Ansichtssache. Man könnte sagen, dass vielleicht zu wenig Waffen gibt, dafür hat allerdings jede etliche Aufsätze. Man kann auch argumentieren, dass die Schere zwischen Anfänger und Fortgeschrittenem zu groß ist, aber das ist von den Machern vielleicht gewollt. Doch gesamt gesehen trügen diese nicht den Spielspaß.

Ausblick & Homefront Test Fazit


In seiner Gesamtheit lässt sich nach dem Homefront Test ein durchweg positives Fazit ziehen, auch wenn es einige Kritikpunkte wie teilweise mangelnde Optik, unterdurchschnittliche künstliche Intelligenz, in einigen Bereichen einfache Steuerung oder streckenweise wenig aufwendige Herausforderungen. Dem entgegensteht aber eine eindrucksvolle Atmosphäre, zumindest im größten Teil, die das Spiel über weite Strecken trägt. Es ist vor allem die gelungene Umsetzung, die die Besatzungssituation mit seiner Brutalität und Gleichgültigkeit seitens beider Nationen sehr gut einfängt. Oft hat man das Gefühl, als wolle man die Nordkoreaner wirklich bekämpfen, auch wenn sie dem Feind nur das Gesicht leihen und vollkommen austauschbar sind. Hinzu kommt ein sehr gelungener Mehrspielermodus, der nicht nur eine intelligente Spielweise, sondern auch ein antreibendes Belohnungssystem verfolgt. Die Besitzer einer PS3 können sich auf jeden Fall auf einen neuen Actionhit freuen. Homefront ist seit dem 15. März 2011 im Handel erhältlich sein.

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2 Kommentare

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  1. envile meint:

    ich habe homefront und bin echt begeistert was momentan nur noch etwas stört ist im online mehrspieler die verbindung aber dieses problem bearbeiten sie gerade oben ist angesprochen worden das es wenige waffen giebt das stimmt aber das stört eigentlich nicht weiter ich finde es kann vom spielspaß auf jeden fall mit cod oder battlefield mithalten

  2. envile meint:

    ich habe homefront und bin echt begeistert was momentan nur noch etwas stört ist im online mehrspieler die verbindung aber dieses problem bearbeiten sie gerade oben ist angesprochen worden das es wenige waffen gibt das stimmt aber das stört eigentlich nicht weiter ich finde es kann vom spielspaß auf jeden fall mit cod oder battlefield mithalten

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