Mär 22
Wenn es um den Motorsport auf Konsolen geht, hat sich der Bereich der Motorradrennen bisher noch nicht so großer kommerzieller Beliebtheit erfreut. Der MotoGP 10/11 Test zeigt, dass das Spiel mehr als nur ein Blick wert ist. Schon der Titel im letzten Jahr konnte auf der PS3 überzeugen, der neue Teil nutzt die Stärken und baut sie weiter aus. So viel vorweg, MotoGP 10/11 ist eine gute Alternative zu den bekannten simulierten Rennsportspielen.

Was hat MotoGP 10/11 zu bieten?


Im Vergleich zu seinem Vorgänger beweist das Franchise aus diesem Jahr wesentlich mehr Spannung. So gut MotoGP 09/10 auch war, es schlichen sich dennoch Fehler ein, die den Spielspaß teilweise trübten. Es war größtenteils die Handhabung und die etwas umständliche Steuerung auf der PS3, die das Spiel etwas umständlich machte. Zudem gab es einige kleine Grafikprobleme, die hin und wieder störten. Umso schöner, dass die Fehler im neuen Teil kaum noch auftauchen. Ganz fehlerfrei ist er auch nicht, dennoch scheint es, als hätten sich die Entwickler eingängig mit dem Vorgänger beschäftigt. Besonders positiv fiel in dem MotoGP 10/11 Test die überarbeitete Steuerung auf. Sie ist nicht nur realistischer und präziser. Zudem haben PS3 Besitzer die Möglichkeit, eigene Konfigurationen anzulegen und jederzeit abzurufen. Das hat sehr gut funktioniert, bietet Flexibilität und auch Individualität, da man so eigene Präferenzen der Steuerung verwenden kann. Auch die Übertragung der Schwierigkeit habe die Macher gut hinbekommen. Denn es ist definitiv was anderes als etwa Autorennen. Die Handhabung der Bikes ist eine andere und wirkt sich auf alle Bereiche aus. Bremswege sind anders, das Kurvenverhalten erfordert mehr Balance und die Beschleunigung funktioniert schneller. Der Spieler kann zwischen verschiedenen Motorradklassen wählen, die alle verschiedene Charakteristika haben. Ist man also ungeübt, muss man sich erst an die Gegebenheiten gewöhnen und sich an das Fahrverhalten rantasten. Doch danach hat man mit dem Spiel echt viel Spaß.

Um die perfekte Runde zu fahren, reicht es nicht die Ideallinie zu halten. Ein Motorrad ist aufgrund der Bauart wesentlich sensibler als etwa ein Auto. In dem MotoGP 10/11 Test war das ein großer Faktor für das Gewinnen eines Rennens. Jeder kleine Fahrfehler wird bestraft und es ist schwerer, sein Gefährt ruhig zu halten. Dadurch ist das Spiel deutlich schwerer als andere Simulationen, macht aber in gewisser Weise seinen Reiz aus. Denn dadurch muss sich der Spieler stärker konzentrieren, das Spiel wirkt insgesamt aber realistischer. Weiter ist die Vorbereitung überaus wichtig, um sich an alle Gegebenheiten zu gewöhnen.

Idealerweise versucht man sich auf ein Motorrad zu konzentrieren und dieses einzustellen. Im Verlauf einer Saison erfährt man so seine Idealeinstellungen und kann sein Gefährt optimal ausbalancieren. Zudem lassen sich im neuen Teil einige Bereiche automatisieren wie etwa die Traktionskontrolle oder das Antiblockier-System. Somit kann man sich auf andere Bereiche konzentrieren. Für das finale Set-Up ist das auf jeden Fall von Vorteil.

Der Spieler kann viele Strecken auswählen. Zu denen gehören neue wie etwa Silverstone oder auch Motorland Aragon, als auch Klassiker wie der Sachsenring. Jede Strecke hat ihre eigenen Gegebenheiten, die individuelles Können verlangen. Das bringt viele Abwechslung und erhöht den Spielspaß.



Optisch kann sich das Spiel sehen lassen. Die Farben sind nicht mehr so bunt wie noch im Vorgänger und wirken so natürlicher. Zusätzlich haben die Entwickler natürliche Verhältnisse eingebracht. So kann es sein, dass es zu Beginn eines Rennens regnet und nach der Hälfte etwa die Sonne durchbricht. Auch die Zuschauerränge wirken nicht mehr ganz so herzlos. Auch wenn es nicht das Wichtigste ist, ist es doch schön wenn es etwas realistischer wirkt. Zumal davon auch die Gesamtatmosphäre lebt.

Der Karriere Modus bietet nicht viel neues, ist aber sehr solide. Im Vergleich zu dem Vorgänger hat man also keine neuen Ausführungsmöglichkeiten. Dennoch ist die Auswahl ausreichend um mit dem Spiel viel Zeit zu verbringen. Zudem gibt es noch einen freien Fahrmodus, indem man die Strecken testen kann und so das optimale Fahrverhalten zu erproben.

Fazit im MotoGP 10/11 Test


Der MotoGP 10/11 Test zeigt, dass es das beste Motorradrennspiel seit Jahren ist. Auch wenn es noch kleine Kanten hat, stellt es sich in seiner Gesamtheit sehr positiv und fortschrittlich dar. Die meisten Fehler wurden ausgebessert, was enorm zum Spielspaß und der Atmosphäre beiträgt. Insgesamt beweist es eine Tiefe, die man von einem Rennspiel erwartet. Der Schwierigkeitsgrad ist angenehm, was genügend Herausforderung mit sich bringt. Weiter ist eine gute Auswahl an Maschinen und Strecken gegeben. MotoGP 10/11 ist ab sofort im Handel erhältlich.
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