Mai 11
Der MotorStorm Apocalypse Test soll herausfinden, ob der Name des Spiels halten kann was er verspricht. Das Game an sich ist ein treuer Wegbegleiter der PS3 und gehört zu den wenigen Rennspielen, die sich der kompletten Hardware der Konsole bedienen. Auf seine ganz eigene Weise ist die Serie ein Meilenstein. Mit dem neuen Teil erfährt diese eine Art Evolution, indem die Entwickler das gesamte Szenario vollständig überdenken.

Was bietet das neue MotorStorm für die PS3?


MotorStorm hat den Anwender schon immer eine gewisse Art von Nervenkitzel und Action offeriert, die andere Spiele aus diesem Genre nicht geboten haben beziehungsweise noch immer nicht bieten. Rein thematisch bleiben die Entwickler ihrem Erfolgskurs treu und so war Chaos noch immer das Herzstück im MotorStorm Apocalypse Test. Dennoch besteht das Spiel nicht nur aus Zerstörung, sondern hat darüber hinaus noch mehr zu bieten.


MotorStorm zwingt seine Spielwelt förmlich in die Knie und bringt sie dennoch zu einem logischen Abschluss. Das bekannte Chaos ist allgegenwärtig. Das nachempfundene San Fransisco liegt unter einem ständigen Nebelschleier. Es ist reduziert auf Betonskelette und angeschlagene Wolkenkratzer. Darin besteht die Herausforderung. Denn so bedrohlich die gesamte Umgebung auch wirkt, genauso kann man sich vieles als Spieler zu Nutze machen.


An und für sich haben Storylines und Rennspiele nicht unbedingt viel gemeinsam. Die Macher von MotorStorm Apocalypse schaffen es allerdings, beide Felder miteinander zu verbinden. Das hat der Redaktion im Test sehr gut gefallen. Das Spiel hat einen wunderbaren Ablauf in seinem Einzelspieler Modus. Das liegt nicht nur an den Zwischensequenzen, die die Geschichten der drei verschiedenen Fahrer miteinander verbinden. Man hat ständig das Gefühl, dass man eine Hand auf der Gastaste haben muss um direkt im Geschehen zu sein.

Besonderheiten & weitere Details zu MotorStorm Apocalypse


Eine andere Besonderheit im MotorStorm Apocalypse Test waren die eigentlichen Rennen, bei denen man das Gefühl hat das sie alle in einem wichtigen Kontext stehen. Das Spiel ist aufgeteilt in drei Teile, die alle die Geschichte eines anderen Fahrers zeigen. Diese finden an drei unterschiedlichen Tagen statt und zeigen dem Spieler unterschiedliche Perspektiven auf den gesamten Zusammenhang und die Stadt, die sich selbst zu zerstören scheint. Anfang, Mitte und Ende sind dabei wohl definiert.


Die Zwischensequenzen an sich sind nicht unbedingt Oscar reifes Material, dennoch erinnern sie an Hollywoods Actionszenen. So auch im Spiel. Wenn Gebäude einstürzen oder Dinge in die Luft fliegen und das passiert oft, dann sind das nahezu immer spektakulär und atemberaubend aus. Der Grad der Verwüstung ist für ein Rennspiel wirklich phänomenal und selbst wenn im Spiel eine ganze Stadt zerstört wird, dann passiert das mit einer beeindruckenden Leichtigkeit. Obwohl soviel passiert, blieb die Framerate im MotorStorm Apocalypse Test immer einwandfrei. Die Menge an Bildverarbeitung ist eine Leistung für sich und auch wenn man die 3D Darstellung wählt, ist diese besser umgesetzt als bei allen anderen Konkurrenten.


Was dem Spiel in gewisser Weise im Weg steht, ist sein eigener Ehrgeiz. Das macht sich besonders im Handling der Wagen bemerkbar. Gemessen an der abstrakten Umgebung ist dieses etwas zu unpräzise. Die Spezifikationen scheint zu gut angepasst und sicher ist der gesamte Kontext unrealistisch. Doch gerade deshalb hätten die Entwickler mehr auf realistisches Fahrverhalten achten können. Nichts desto trotz macht das Spiel unglaublich Lust auf mehr.

News & Neuzugänge im MotorStorm Apocalypse Test


Es gibt bei den Vehikeln einige Neuzugänge wie etwa den Hot Hatch oder das Muscle Car. Diese erfüllen eindeutig ihren Zweck und sind besonders in den Kurvenlagen sehr stabil. Superbike und Chopper sind leider wenig überzeugend. Das Fahrverhalten fühlt sich relativ dünn an und wenn man diese wählt hat man das Gefühl, dass man nie Teil des Geschehens ist.
Diese kleinen Probleme werden in der Hektik des Spiels allerdings schnell vergessen und besonders das Multi-Class-Rennen macht unglaublich Spaß. Das Boost-System stellte sich im MotorStorm Apocalypse Test besser dar als noch im Vorgänger. Die Tasten des PS3 Controllers lassen sich individualisieren. Wählt man seinen Boost, kann die Zeit in der Luft, etwa bei Sprüngen, zur Regeneration genutzt werden. Dadurch kann man in dem ganzen Chaos einen strategischen Vorteil verschaffen. Selbst in ruhigen Momenten wird das Spiel von einer schleichenden Brutalität begleitet. Der Zusatz Apocalypse hat selten so gut gepasst wie bei MotorStorm. Dennoch hat man gelegentlich den Eindruck, als hätten die Entwickler ein wenig übertrieben. Es gibt soviel Zerstörungsmomente, dass Beschädigungen am eigenen Fahrzeug so schnell vorkommen, dass sie schon mehr als nur leicht frustrierend sein können.



Der Schwierigkeitsgrad ist gut gewählt. Hat man Anfangs noch die Befürchtung, man könne nie ein Rennen gewinnen, bringt häufiges Spielen eine gewisse Routine. Die künstliche Intelligenz fährt nicht stur geradeaus und führt hin und wieder Manöver aus, sondern sind ernstzunehmende Gegner. Und das, obwohl es kaum fühlbare Unterschiede zwischen den Fahrerklassen gibt.


All das verschwindet im Mehrspieler Modus. Ist man in der Einzelspieler Kampagne einer anarchistischen Welt ausgesetzt, ist der Mulitplayer ein reines Battle. Im Online-Modus gibt es ein gut durchdachtes Punktesystem, wobei diese immer automatisch gespeichert werden. Dennoch konnte der Mehrspieler Modus besonders offline im MotorStorm Apocalypse Test auf ganzer Linie überzeugen. Sind andere Rennspiele mit Splitscreen recht deprimierend, zeigt das Spiel, dass es auch anders geht. Es bleibt auch hierbei immer konstant und man hat von der ersten Sekunde das Gefühl, unbedingt gewinnen zu müssen.

Fazit im MotorStorm Apocalypse Test


Im MotorStorm Apocalypse Test hatte die Redaktion das Gefühl, als würde der Teil das Ende der Welt offenbaren. Das ist richtig gut, denn so kristallisiert sich der Kern der Serie raus. Das Franchise ist für die PS3 nahezu optimal umgesetzt und das Fahren durch Schutt und Asche ist ungemein spannend. Alles wirkt überaus kantig und brutal, was die Atmosphäre stark unterstreicht. Der Ehrgeiz, über Grenzen hinaus zu entwickeln ist an einigen Stellen etwas störend, das gewinnt dem Spiel allerdings nahezu nichts ab. Es gibt unglaublich viele spektakuläre Momente, was das Szenario mehr und mehr unrealistisch wirken lässt. Doch das ist ja irgendwie gewollt und macht es auf gewisse Weise einzigartig. MotorStorm Apocalypse ist für die PS3 neu für rund 60 Euro erhältlich.
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