Dez 1
Pandora Handheld: Nicht unmittelbar die PS3, aber durchaus Gamer betreffend: Demnächst wird eine neue Gaming-Konsole für Unterwegs erscheinen. Sein Name: Pandora. Seine Besonderheit: Er setzt auf die Unterstützung einer "Open Source" Community OpenPandora. Seine Leistung: Stärker und größer als der Nintendo DS und die Playstation Portable. Soweit in aller Kürze zum Pandora Handheld. Doch was steckt im Detail im neuen Linux basierten OS-Handheld?


Pandora Handheld - das Innenleben


Im Innern des Pandora Handhelds schlummert ein ARM-Cortex-A8-Prozessor, der nominell mit 600 MHz getaktet ist. Einer der Mitentwickler der Pandora-Konsole äußerte sich hierzu in einer Pressemitteilung wie folgt:
Sehr gut vergleichen kann man das mit der neuesten Generation des iPhones oder mit dem Nokia N900. Diese bieten den gleichen Prozessor, doch ist die Pandora durch die zusätzliche GPU noch ein wenig besser (...)Eine PSP läuft standardmäßig mit 333 MHz. Nintendos DS ist da sogar nochmals deutlich drunter.

Das ist soweit korrekt, auch wenn einige Smartphone-Hersteller ihre Multimedia-Handys bereits mit Taktungen von rund einem GHz ausstatten. Was die grafische Leistung angeht, benutzt Pandora einen PowerVR-SGX-Prozessor aus dem Hause Imagination Technologies. Die RAM-Zahl wird mit 256 MByte, der Flashspeicher mit 512MByte angegeben. Angetrieben wird Pandora von Akkus, die eigenen Angaben zufolge rund zehn Stunden Saft spenden sollen.





Weitere Features der Pandora Konsole


In puncto tragbarer Spielkonsole hat Pandora derzeit klar die Nase vorn. Ein Ausflug in die Weiten des Internet stellt für den Pandora kein Problem dar - er ist mit WLAN ausgestattet. Was den Screen angeht, setzte man bei der Entwicklung des Pandora auf einen 4,3 Zoll großen Touchscreen mit einer Auflösung von 800 x 480 Pixeln und 16,7 Millionen Farben. Eingaben können über die 43 Tasten zählende Tastatur gemacht werden. Was das Stichwort Wechselmedium angeht, setzt man im Fall des Pandora auf zwei SDHC Slots, über die der Handheld mit Spielen und Software gefüttert werden kann. Einem Anschluss an externe Ausgabegeräte dürfte dank des S-Video-Eingangs ebenfalls nichts im Wege stehen.


Pandora, Open-Source & Linux


Linux Angström lautet das Betriebssystem auf das die Pandora-Entwickler setzen. Ihnen zufolge befinde es sich bei den ersten Konsolen zwar noch im Beta-Status, laufe jedoch stabil und müsse eigentlich nur noch in die verschiedenen Sprachen und ein effizientes Power-Management umgesetzt werden. Mrozek zufolge stehe die Community aber bereits in den Startlöchern und warte nur darauf eines der ersten 4000 Pandoras in den Händen zu halten, um Verbesserungen vornehmen zu können. Und genau das ist der springende Punkt: Die Community. Wie bei allen Open-Source-Projekten ist sie der ausschlaggebende Faktor. Ist die Community entsprechend groß, sprich gibt es eine beachtliche Zahl von Entwicklern, die aus Spaß an der Sache neue Tools, Apps, Emulatoren usw. für den Pandora entwickeln, dürfte die ganze Geschichte ein Selbstläufer werden. Der Schneeball muss ins Rollen kommen


Projekt Pandora - Fazit


Ob man in ein paar Jahren noch vom Pandora spricht, er vielleicht sogar DIE Referenz im Handheld-Markt ist oder man sich lediglich an einen Handheld erinnert, der protypartig in geringer Stückzahl auf den Markt kam und nur was für echte Nerds ist, ist nicht vorhersehbar. Tendenziell vermute ich jedoch Ersteres. Die Zeichen für das Projekt Pandora stehen gut. Voraussetzung für den sogenannten Durchbruch in der Szene ist die Mitarbeit letzterer. Kann der 83 x 140 mm große Pandora in absehbarer Zukunft auf ein reichhaltiges Arsenal an Programmen und Spielen schauen, dürfte seiner Verbreitung nichts mehr im Wege stehen. Denkbar ist mit Blick auf die Verwendungsmöglichkeiten des Pandoras vieles. Den Entwicklern zufolge sind Amiga-Emulationen genauso problemlos zu bewerkstelligen wie aktuellere Game-Umsetzungen oder 3D-Shooter. Zudem sei der Pandora zum Surfen im Netz geeignet. Selbst der bekannte Browser Firefox könne auf dem kleinen Multimedia-Talent genutzt werden.


Pandora - Wann & Wo kaufen?


Zunächst startet der Pandora in den kommenden Wochen mit 4000 Geräten. Die Stückzahl muss insofern erst einmal klein gehalten werden, da den Entwicklern zufolge kein Kredit aufgenommen wurde und man erst einmal sehen wolle, inwiefern der Pandora am Markt ankommt. Beziehen kann man ihn via Webshops. In Deutschland beispielsweise über den von Pandora-Entwickler Mrozek geführten gp2x Shop. Kostenpunkt ist derzeit: 299 Euro. Was bleibt ist den Pandora-Entwicklern alles Gute zu wünschen - PS3-News drückt dem Projekt Pandora beide Daumen!
PS3 Spiele 2012 PS3 Neuerscheinungen PS3 Bundle PS3 Move
Tags für diesen Artikel:
6271 Klicks

0 Trackbacks

  1. Keine Trackbacks

0 Kommentare

Ansicht der Kommentare: (Linear | Verschachtelt)
  1. Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben


Umschließende Sterne heben ein Wort hervor (*wort*), per _wort_ kann ein Wort unterstrichen werden.
Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.