Feb 22
Das Action-Rollenspiel der deutschen Entwickler Deck13 ist seit einiger Zeit für die PS3 erhältlich, ein Venetica Test soll zeigen, was den Spieler mit dem Game erwartet. Inhaltlich haben die Macher ein interessantes Thema gewählt. Allerdings sieht man sich nicht mit klassischer Darstellung der Figuren und bekannten Klischees konfrontiert, die Geschichte um den Tod ist vielmehr abstrahiert. Dabei bedienen sich der Hersteller mehrerer Mythen und Vermutungen, die das komplette Handeln des Sensenmanns und seines Wirkungskreises beeinflusst.

Was hat Venetica für die PS3 zu bieten?


Die Darstellung von dem Tod in Comics oder Filmen ist natürlich eine Erfindung der Menschen. Auch wenn das Lebensende allgegenwärtig ist, bleibt eine Personifizierung der Versuch, das Unvermeidbare sichtbar zu machen. So auch in dem neuen Rollenspiel. Nur das der gesamten Geschichte ein subjektiver Schliff gegeben wurde. Die Generation des Tods hat ausgedient, dieser sucht nun einen Nachfolger. Die Figur von Victor soll das Amt neu besetzen. Da dieser sich aber mit der Totenbeschwörung beschäftigt, wird ihm die Aufgabe verwehrt. Um sich zu rächen, beschließt Victor die Menschheit auszulöschen. Das liegt natürlich nicht im Sinne der eigentlichen Aufgabe. Der Tod darf nur Menschen abholen, die bereit sind, das Zeitliche zu segnen. Victor findet allerdings eine Lücke in den Gesetzen vom Tod und so werden er und vier seiner Untertanen zu Untoten, dadurch gegen den Tod resistent. Doch auch der Tot hat die Regeln gebrochen und mit seiner Frau eine Tochter gezeugt. Sie heißt Scarlett und ist in einem Bergdorf versteckt, wo sie auch aufwächst. Sie selber weiß nichts von ihrer Herkunft und auch der Spieler erfährt erst mehr von ihrem Hintergrund, nachdem ihr Dorf von den Assassinen angegriffen wurde. Im Venetica Test für die PS3 findet eine Waffe namens Mondklinge, nur diese kann den Untoten endgültig das Leben entziehen. Bei dem Angriff wurde Scarletts Freund Benedict getötet und so führt sie ihr erster Weg nach Venedig, das einer von Victors Untertanen beherrscht.

Details im Venetica Test


In unserem Venetica Test für die PS3 schwenkte die Kamera in die Verfolgerperspektive und wir stehen Echtzeitkämpfen gegenüber. Mit den Schultertasten des PS3-Controllers kann der Spieler dabei schnell durch das Menü navigieren, die Buchstabenknöpfe dienen der Schnellwahl von Zusatzfähigkeiten und Items. Bei den Kämpfen sollte der Spieler auf sein Timing achten. Werden Angriffe im richtigen Moment ausgeführt, startet Scarlett effektive Kampfkombinationen. In unserem Venetica Test stellte sich besonders die X-Taste des PS3-Controllers als wertvoll heraus. Mit dieser kann man Angriffen von Gegnern nicht nur ausweichen, sondern eingebaut in Kombinationen, auch sehr gut für Konterangriffe nutzen.
Die Waffen unseres Arsenals haben dabei unterschiedliche Fähigkeiten. Mit einem Schwert kann man es zum Beispiel mit mehreren Gegnern aufnehmen, da der Spieler mit diesem überaus effektiv und schnell ist. Der Hammer lässt sich hingegen schwer schwingen, verfügt aber über eine enorme Reichweite und harte Durchschlagskraft.

Im Venetica Test für die PS3 fanden wir an bestimmten Spielpunkten Trainer, die unserer Protagonistin dabei helfen, ihre Kampftechniken zu verbessern. Die erlangten Punkte lassen sich zum Aufrüsten der Werte Gesundheit, magische Energie und Kraft, als auch Angriffsstärke verwenden. Da Scarlet vom Tod höchstpersönlich abstammt, hat sie natürlich auch viele seiner Fähigkeiten geerbt. Stirbt man zum Beispiel während eines Kampfs, kann sich der Spieler selbst wiederbeleben, was für einen guten Überraschungseffekt sorgt. Man sollte allerdings bedenken, dass die Gegner, besonders Bosse, auch über Spezialfähigkeiten verfügen. In unserem Venetica Test war gerade die Mondklinge überaus wichtig, da nur diese Victors Untertanen ausschalten kann. Weitere Spezialfähigkeiten stehen bereit, müssen aber in der Regel noch erlernt werden. So trifft man im Verlauf der Geschichte Verbündete, die unserer Protagonistin dabei helfen, diese zu erlernen und auszubauen. Auch treffen wir des Öfteren auf unseren toten Freund Benedict, der uns ebenfalls mit Fähigkeiten versorgt.
Ein so genannter Schattenpfad ermöglicht es dem Spieler, die Unterwelt zu betreten. Das birgt viele Vorteile. Man erreicht wichtige Portale, kann Gegnern Lebenskraft entziehen, diese besiegen oder mit Magie einschüchtern. In die eigentliche Story sind kleine Rätsel eingelassen, die sich wie Minispiele darstellen. Im Venetica Test für die PS3 mussten wir uns zum Beispiel Schlösserkombinationen merken oder Tränke zusammenmischen, wobei die Reihenfolge der Zutaten beachtet werden musste.

Weitere Einzelheiten im Venetica Test


Gefundene oder gewonnene Items lassen sich nicht problemlos verwenden. Rüstungen etwa müssen vor dem Anlegen von einem Schmied angepasst werden, natürlich gegen Bares. Man wird mit Waffen oder Rüstungen im Spiel nicht überhäuft, von daher ist es nicht all zu schwer, die wichtigsten Items immer bei sich zu haben.

Die Spielwelt in unserem Venetica Test war keine offene. Man muss sich also auf viele unsichtbare Grenzen gefasst machen, die den Wirkungsgrad unserer Heldin einschränkt. Auch wichtige Eigenschaften wie etwa das Springen, haben wir vergebens gesucht und mussten um jedes noch so kleine Hindernis umher rennen. Beim Design haben sich die Entwickler allerdings Mühe gegeben. Es ist zwar alles nicht so pompös wie etwa in Assassins Creed, dennoch bietet das virtuelle Venedig von Venetica viele Details, Wege und Möglichkeiten. Die architektonischen Texturen wirken zwar oftmals verschwommen, künstliche Protagonisten-Typen wiederholen sich des Öfteren und bewegen sich zu starr, dennoch ist die Interpretation der italienischen Stadt gut umgesetzt.

Fazit im Venetica Test


Die durchschnittliche Spielzeit liegt bei etwa 25 Stunden, vorausgesetzt man erfüllt alle Aufgaben und Zusatzmissionen. Unser Venetica Test hat uns gezeigt, dass das Game ein gut umgesetztes Rollenspiel ist, das sich gerade aufgrund der Geschichte von vielen anderen abhebt. Auch sind hier sicher viele Fantasie-Elemente zu finden, dennoch versuchen die Entwickler, realistische Passagen zu etablieren. Erledigt man etwa gemeinnützige Aufgaben, steigt die Gunst in der Bevölkerung. Die Heldin selber wirkt mit ihrer Erscheinung, den Fähigkeiten und ihren Zügen dennoch bodenständig. Sie ist gut in die Geschichte etabliert und trotz ihrer Rolle irgendwie zerbrechlich. Auch wenn das Spiel einige kleine Schwächen aufweist, wird es dennoch viele Fans von Rollenspielen begeistern. Venetica für die PS3 ist ab sofort erhältlich.
PS3 Spiele 2012 PS3 Neuerscheinungen PS3 Bundle PS3 Move
4258 Klicks

0 Trackbacks

  1. Keine Trackbacks

0 Kommentare

Ansicht der Kommentare: (Linear | Verschachtelt)
  1. Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben


Umschließende Sterne heben ein Wort hervor (*wort*), per _wort_ kann ein Wort unterstrichen werden.
Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.