Apr 12
Nachdem das Spiel über die Unterwelt bereits vor einem Jahr in Japan erschienen ist, kommt Yakuza 4 jetzt auch hierzulande. Der Spieler schlüpft in die Rolle des Schuldeneintreibers Shun Akiyama und muss sich mit der Mafia anlegen. Zusätzlich zu der eigentlichen Aufgabe gibt es noch etliche Minispiele, die es gilt zu absolvieren. Der Yakuza 4 Test soll zeigen, was den Spieler erwartet.

Was hat Yakuza 4 zu bieten, was nicht?


Als großer GTA-Konkurrent wurde Yakuza 4 am 18. März in Deutschland veröffentlicht und handelt von der Geschichte des Geldeintreibers Shun Akiyama. Sein Beruf scheint auf den ersten Blick nicht unbedingt ehrenswert, dennoch hat der Protagonist eine gute Moral und unterscheidet zwischen Gut und Böse. Die Jobs zu Beginn der Geschichte sind dabei noch recht einfach. Nicht alle zahlen pünktlich und so muss der Spieler Geld für seine Auftraggeber eintreiben. Auch die Kämpfe sind am Anfang noch nicht wirklich anspruchsvoll. Schlägt man sich dabei noch vornehmlich mit kleinen Straßengangs rum, werden es im Verlauf die gefürchteten Yakuza-Gruppen, bei denen es stark darum geht taktisch vorzugehen. Die Gegner als auch der Held haben Zugriff auf viele Waffen wie etwa Pistolen, Schlagstöcke oder Messer. Umso mehr man gegen die anderen vorgeht, desto häufiger kann man seine Fähigkeiten verbessern. Dadurch hat der Spieler im Verlauf ständige Herausforderungen. Zu Beginn hatte man im Yakuza 4 Test noch wenig Erfahrung und verfügte über geringe Combos, nehmen diese mit der Zeit zu. Doch nicht nur verdiente Punkte können für das Aufwerten von Fähigkeiten genutzt werden, auch Spezialevents sorgen für diesen Effekt.

Schnell findet sich der Spieler in einer Geschichte voller Brutalität und hinterlistiger Morde. Es ist nicht immer einfach, dem Verlauf zu folgen. Die Sprachausgabe ist auf Japanisch und wurde von den Entwicklern mit Untertiteln unterlegt. Dem kann man zwar folgen, dennoch sind die vielen Namen recht verwirrend. Doch nach längerem Spielen gewöhnt man sich an die Umgebungen und die verschiedenen Charaktere.

In Kamuro City kann man sich recht schnell frei bewegen, lediglich kleine Kämpfe mit Schlägern oder anderen Schuldeneintreibern stehen hin und wieder im Weg. Sicher musste man sich, so das Yakuza 4 Test-Fazit, erst einmal zu Recht finden. Die Stadt ist enorm und bietet nahezu unzählige Möglichkeiten an Aktionen und Minispielen. Man kann in Stripclubs gehen, seine Auftraggeber in Bars besuchen, neue Outfits einkaufen oder seine Kampfkünste trainieren. Zu den Minispielen gehört etwa das Auffinden eines Schließfaches, zudem man lediglich den Schlüssel besitzt. Es gibt diverse Szenen, die nicht nur das Spielerlebnis einfangen, sondern auch auf recht subjektive Art und Weise Klischees einfangen und diese parodieren. So musste man zum Beispiel einen Unterwäschedieb filmen, um neue Fähigkeiten zu erlernen. Im Folgenden jagt man diese von Dach zu Dach und muss ihn zum Runterfallen bringen. Als Dank erlernt unser Held eine neue Spezialattacke.

Die Entwickler haben insgesamt versucht, das Gefühl der Millionen Stadt einzufangen und in der Atmosphäre des Spiels wiederzugeben. Man heilt sich zum Beispiel durch die Einnahme von Energy-Drings oder diversen Speisen. Doch auch die Nachtclubszene ist natürlich ständig in dem Spiel zugegen. So erlebt viel Freizügigkeit, sexuelle Anspielungen und verruchte Umgebungen. Es gibt Aufträge, da spürt man Charaktere auf, die ihre Zeit mit bezahlten Mädchen verbringen. Bezeichnend für japanische Großstädte, es kommt zu keinem Akt und die Geschäftsmänner zahlen die Mädchen nur dafür, ihnen zuzuhören oder einfach nur die zeit zu versüßen.

Auch wenn man im Verlauf ständig Aufträge erhält, steht dem Spieler die Abarbeitung frei. Man muss als nicht chronologisch vorgehen, sondern kann jederzeit seine Kampfkunst trainieren oder die Umgebung erkunden. Das ist ein sehr großer Pluspunkt des Spiels. Im Yakuza 4 Test konnte man Stunden damit verbringen, Nebenmissionen oder ähnliches zu erfüllen. Man kann etwa ständig seine Skills verbessern und so zum besten Kämpfer in der Stadt aufsteigen.

Kritik im Yakuza 4 Test


Was das Spiel ein wenig ausbremst, ist die technische Umsetzung. Im Großen und Ganzen stellt es sich dar wie schon sein Vorgänger, der bereits vor zwei Jahren erschien. Hat man also den Vergleich zu anderen Games, wirkt Yakuza 4 ein wenig steif. Wie schon erwähnt, bietet das ganze Szenario viel Abwechslung, wenngleich sich die Macher viel von düsteren Straßenzügen haben inspirieren lassen. Es ist nicht so das Eintönigkeit aufkommt, dennoch scheinen Umgebungen ähnlich. Auch bei der Karte hätten die Entwickler etwas verbessern können. Aufgrund der großen Spielwelt ist es so, dass man das Spiel pausieren muss um sich durch Karte und Legende. Leider fehlen entsprechende Markierungen, um sich einen potentiellen Weg einzuzeichnen.

Fazit im Yakuza 4 Test


Nach einem ersten Yakuza 4 Test waren die Meinungen und Eindrücke durchweg positiv. Das Spiel hat viele Überraschungsmomente, eine bedrohliche Atmosphäre und beweist verschiedene Facetten. So hat man als Verbraucher viel zu tun, kann seiner eigentlichen Aufgabe als Geldeintreiber nachgehen, aber auch viele andere Missionen erfüllen, die Stadt erkunden oder sein kämpferisches Können trainieren. Das bringt viel Abwechslung. Hinzukommt ein doch recht bizzarer Humor, bei dem hin und wieder schlucken muss, der allerdings dennoch sehr stimmig erscheint und schön mit Vorurteilen umgeht. Leider hat man das Gefühl, das sich das Spiel in einigen Punkten selbst im Weg steht. Gemessen an seinem Vorgänger besitzt Yakuza 4 keinen nennenswerten technischen Fortschritt, der durchaus wünschenswert gewesen wäre. Auch die Kartendarstellung ist umständlich und hätte bei einer solch großen Spielwelt übersichtlicher und verständlicher sein müssen. Yakuza 4 erschien am 18. März 2011.
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1 Kommentare

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  1. Manni meint:

    Als großer GTA-Konkurrent ist Yakuza auf jedenfall zu Bewerten. Überraschungsmomente, eine bedrohliche Atmosphäre und beweist verschiedene Facetten durchweg ein gelungenes Spiel.

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