PS3 vs Xbox 360 Test & Vergleich 2012: Spiele, 3D TV & PS3 Move

PS3 vs Xbox 360 ACRWer siegt 2012 im großen PS3 vs Xbox 360 Test & Vergleich? Das Konsolenduell der bereits etablierten Nextgen-Geräte geht in die nächste Runde. Zur Debatte und Gegenstand des Vergleichs sind die Themen 3D Spiele, 3D Feseher bzw. Blu ray 3D-Kompatibilität und weiteres Zubehör. Zudem spielen natürlich die beiden neuen Controller-Möglichkeiten PS3 Move vs. Xbox Kinect eine Rolle. Von diesen technischen Gegebenheiten abgesehen wird es im PS3 vs Xbox 360 Vergleich auch um den Spielspaß sprich die exklusiven Games der beiden Konsolen gehen. Die Geräte der neuesten Generation, sei es die PS3 oder Xbox 360, sind mittlerweile – betrachtet man nüchte ihr Erscheinungsalter – etwas in die Jahre gekommen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Dank der stetigen Updates der Firmware halten sie neueren Technologien aber durchaus noch Schritt. Grund genug, einmal einen Vergleich zu wagen. Was kann die Playstation 3 von Sony, was Microsofts Xbox 360 – und wo liegen die Unterschiede? Natürlich nicht mit dem Anspruch von Vollständigkeit, denn das Playstation- und Xbox-Imperium ist mittlerweile ins Unermessliche gewachsen. Würde man alle Versionen und Firmware-Updates zurate ziehen, der Rahmen wäre gesprengt.

PS3 vs. Xbox 360, Geschichtliches und Preise:

PS3 vs Xbox 360Am 22. November 2005 erblickte die Xbox 360 in Nordamerika das Licht der Welt. Knapp drei Wochen später feierte Microsofts neue Konsole dann auch am 10. Dezember in Europa ihr Debüt. Sonys PS2 war dank neuester Technologien vorerst geschlagen, aber das Unteehmen schlug mit der PS3 zurück. Am 11. November 2006 in Japan, eine Woche später in Nordamerika, aber erst am 27. März 2007 mit reichlich Verspätung in Europa trat die dritte Generation der Playstation den Kampf der Konsolen an. Bevor es zum heutigen Slim-Modell kam, war die PS3 noch ein mächtiger Brocken, der in Europa mit 60 Gigabyte als Festplatte für stolze 599 Euro in die Läden kam. Im Laufe der Jahre haben sich eine Slim-Version mit 160 GB, eine mit 320 GB etabliert, deren Preise irgendwo zwischen 230 und 300 Euro liegen. Zum Standard-Paket zählt dann auch ein DualShock 3 Controller. Darüber hinaus sind immer wieder diverse Bundles verfügbar, um neue Games entsprechend zu promoten. Zu den erfolgreichsten, die den Erfolg der PS3 auch bei Nicht-Dauerzocke ausmachen, zählt die SingStar-Reihe. In einem ähnlichen Preissegment liegt die Xbox 360, die mit 250 GB ausgestattet rund 240 Euro kostet, im Bundle mit Kinect werden rund 100 Euro mehr fällig. Eine abgespeckte Slim-Variante mit nur vier Gigabyte ist schon für unter 200 Euro zu haben. In Deutschland verkaufte sich die PS3 seit ihrer Markteinführung nach Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung bis Ende 2010 über zwei Millionen Mal.

Die Konsole als multimediales Genie:

Xbox 360 vs PS3Obwohl Sonys Playstation 3 in Europa mit mehr als einem Jahr Verspätung den Markt eroberte, entpuppte sich dies nicht unbedingt als Nachteil. Denn gegenüber der Xbox 360 hat die PS3 einen in der heutigen Landschaft der Movie-Liebhaber einen entscheidenden Vorteil: Sie spielt neben Audio-CDs und DVDs eben auch Blu-ray Discs ab. In Kombination mit einem guten Fesehgerät und via HDMI-Anschluss eignet sich die PS3 so also auch als echte Alteative für das Heimkino. Denn die Playstation-Konsole ist zum Preis eines Blu-ray-Players zu haben, man spart Platz im Medienschrank und natürlich auch Geld. Freunde der dritten Dimension genießen Spielfilme oder Games mit einem passenden TV-Gerät nun auch in stereoskopem 3D, an der PS3 ist dies seit der Firmware 3.50 möglich. Die Xbox 360 verlangt dazu zwingend eine HDMI-Verbindung. Ein entsprechender Anschluss liegt erst seit der zweiten Generation von Microsofts Konsole vor. Beide Konsolen sind im Übrigen auch tauglich fürs Netzwerk, sodass sich Bilder, Videos oder Musik vom PC auf die PS3 oder Xbox 360 streamen lassen. Letztere lässt sich dabei auch durch Microsofts Windows Media Center Edition helfen. Während die PS3 also seinerzeit bereits auf das Format der „blauen Scheibe“ setzte, bietet Microsoft einen exteen HD-DVD-Player an. Dieses Format setzte sich aber am Ende nicht durch, während die Blu-ray im Siegeszug den Spielfilmmarkt eroberte.

PS3 vs. Xbox 360: Alles unter Kontrolle!

PS3 vs Xbox 360Als wirklich nützlich insbesondere für Cineasten haben sich die Febedienungen für beide Modelle erwiesen, die aus den Konsolen hochwerte DVD- beziehungsweise sogar Blu-ray-Player machen. Das Modell für die Xbox 360 ist mit einem Guide Button bestückt, mit dem sich die Benutzeroberfläche namens Dashboard steue lässt. Bei der Bluetooth-Febedienung der PS3 sind die vier wichtigsten Aktionstasten, Kreuz, Quadart, Kreis und Dreieck, verbaut. In eingeschränktem Maß könnte man also auch mit der Febedienung spielen, aber wer will das schon? Dafür stellt Sony schließlich seine SIXAXIS-Controller (die Produktion wurde mittlerweile eingestellt) oder seine DualShock 3 Controller inklusive Rüttelfunktion zur Verfügung. Letztere sind wahlweise über USB oder auch drahtlos via Bluetooth einsetzbar. Microsoft stellt zwei Controller-Modelle bereit: einen kabellosen, eine USB-Version, die auch an einem Desktop-PC zum Einsatz gebracht werden können. Als Besonderheit bieten Microsofts Controller einen Anschluss für ein Headset. Anbei ein Hip-Hop-Track in Video-Form, der sich dem Thema PS3 vs. Xbox 360 musikalisch annimmt, jedoch nicht gerade das beste Beispiel für einen objektiven Vergleich darstellen dürfte. Da es thematisch so gut passt und mal ein bisschen Abwechslung in die sonst recht gleich gestalteten Videos zu diesem Thema bietet, wollen wir Euch dieses PS3-Fan-Video nicht vorenthalten.

Die kleinen Helferlein im NextGen-Konsolenduell:

PS3 vs Xbox 360Um die Xbox 360 aufzuhübschen, kommt die abnehmbare Frontblende namens Faceplate zum Einsatz; solch eine Option fehlt der PS3, ist aber auch bestenfalls zweitrangig zu bewerten. Ebenfalls finden sich im Handel extee Festplatten in diversen Größen, da die Xbox 360 Core- und Arcade-Modelle noch ohne intee Harddisc ausgeliefert wurden. Anders als die Premium- und Elite-Modelle also, die so allerdings auch noch erweitert werden können. An die PS3 kann natürlich ebenso jede handelsübliche USB-Festplatte angebunden werden. Beide Konsolen bieten ihren Use ebenfalls ein Headset, Sony besserte auch mit einer Bluetooth-Tastatur nach. Für die zwei Konsolen stehen zudem Webcams zur Verfügung. Bei Sony nennt sich diese PlayStation Eye, die Nachfolger der bekannten EyeToy-Kamera ist, bei Microsoft heißt die Webcam Xbox Live Vision. Vor allem Sonys Webcam spielt eine wichtige Rolle bei zahlreichen Games mit interaktiven Aktionen.

PS3 vs. Xbox 360 Test: Spiel mit mir!

Rocksmith PS3Traditionell sind beide Modelle und Hersteller sowie deren Erfolge eng mit erfolgreichen Spielehits verknüpft. Und so steht auch hier einiges an Zubehör zur Verfügung. Bei Microsoft ist dies beispielsweise ein kabelloses Lenkrad mit Pedalen, das ebenfalls wieder auch am PC genutzt werden kann. Das Arsenal an Tools für die PS3 ist weitaus größer. Als da wären die Mikrofone, mittlerweile auch als kabellose Variante verfügbar, für die beliebte SingStar-Reihe. Wer schon immer einmal an einem echten Quiz sein Wissen mit dem seiner Freunde messen wollte, auf den wartet Buzz und seine Buzzer, eigens hierfür konzipierte Controller mit vier Farbtasten und einem Buzzer-Knopf, die es inzwischen auch kabellos gibt. Wer hingegen etwas mehr Platz im Wohnzimmer hat, der kann sich für beide Konsolen für die Spiele-Reihen wie Guitar Hero, Band Hero oder Rock Band mit Schlagzeug, Gitarren und Mikrophonen ausstatten. In allen Fällen gilt: Da kommt Freude auf!

Shake your Body, Move ya: Move vs. Kinect!

Xbox 360 KinectIm Herbst 2010 brachte Sony seine Move-Steuerung heraus und mit ihr die entsprechenden zwei Move-Controller, für die auch eine Webcam nötig ist. Mittels einiger Aufsetzer wie Tennis- oder Golfschläger oder der Look diverser Waffen wirkt das Spielen von Games, die Move unterstützen, noch ein wenig echter. Für das Weihnachtsgeschäft 2011 soll DanceStar Party buchstäblich neuen Schwung in das Move-Entertainment bringen. Ein entsprechendes Starter-Bundle ist deswegen ebenso verfügbar. Microsoft hält seit November 2010 seine Kinect-Technik dagegen. Auch hier steht wie bei PS3 Move oftmals Sport, Spiel und Tanzen im Vordergrund der Aktionen. Das Besondere im Gegensatz zu Sonys Konkurrenz: Kinect kommt ganz ohne Controller aus, die natürlichen Bewegungen der User reichen bereits aus für die Interaktionen oder für das Navigieren. Alles, was jetzt nur noch benötigt wird, ist die sogenannte Kinect-Sensorleiste. Was sich am Ende „echter“ anfühlt, muss der Gamer entscheiden. Bei Dancing Games wird das wohl eher Kinect sein, bei Sportspielen ist das Feeling mit einem Controller unter Umständen realistischer. Insgesamt dürfte ein Schlüssel zum Erfolg auch in der Integrierung der Core-Gamerschaft liegen. Derzeit richtet sich der Schwerpunkt der Move und Kinect Games doch noch sehr an die Casual-Gaming-Gemeinde, sprich Familien, Kinder und Sport- wie Partyspiele-Freunde. Im kommenden Jahr 2012 soll sich dies laut Aussagen der beiden NextGen-Spieleschmieden zu Gunsten der Core-Gamer ände bzw. mehr ausgeglichen sein.

Veetzt und zugenäht: Shoppen, Network und Co.

PSN CardDass beide Unteehmen einen Onlinestore und eine Community bereithalten, ist wenig verwunderlich. Mittels Netzwerk kann man im PlayStation Network oder bei Xbox Live anderen Game einen Einblick in seine Player-Historie gewähren. Trophäen sorgen bei Sony beispielsweise für einen Überblick über die erreichten Leistungen eines Spielers. Videos über Sanges- und/oder Tanzeinlagen bei SingStar lassen sich ebenfalls zur Verfügung stellen, wer derlei Peinlichkeiten braucht und sich der Öffentlichkeit der Lächerlichkeit preisgeben möchte 😉 Interaktive Inhalte oder Add-ons lassen sich im PlayStation Store oder im Xbox Live Marktplatz herunterladen. In negative Schlagzeilen rutschte zuletzt aber Sony, da es Hacke gelang, das PS-Network zum wiederholten Male zu knacken. Das macht User natürlich skeptisch.

PS3 vs. Xbox 360 Test & Vergleich: Das Fazit!

Für welche Konsole man sich letztendlich entscheidet, ist Geschmackssache – und in vielen Fällen auch eine Frage des Platzes und des Geldbeutels. Denn zum einen bietet die PS3 vor allem mit seinem Buzz-Quiz oder der SingStar-Reihe tolle Party-Games. Der Preis für das benötigte Zubehör hat es aber wie auch im Falle von Move in sich. Microsofts Kinect, eine Steuerung ganz ohne Controller, ist natürlich innovativ. Aber in manchen Fällen könnte es auch gewöhnungsbedürftig sein, weil man ein passendes Gerät in der Hand halten will, dass das entsprechende Game authentischer wirken lässt. Im umgekehrten Fall gilt das natürlich auch: Wer tanzt, will keine Move-Controller in den Händen halten. Auch hier also: reine Geschmackssache. Technische Unterschiede sind für den normalen Durchschnittsgamer sicher marginal. Einen dicken Pluspunkt verdient sich Sony aber eben durch den möglichen Einsatz der PS3 als Blu-ray-Player, der den Vergleich zu Stand-alone-Playe gewiss nicht scheuen muss. Hier hat sich Microsoft mit HD-DVD schlichtweg verzockt. Legt man derzeit Wert auf das Thema 3D Entertainment, so dürfte die Entscheidung eindeutig zu Gunsten der Sony-Konsole ausfallen. Spielen 3D-TV sowie bestimmte Exklusiv-Titel der beiden Konsolen eher eine untergeordnete Rolle, so sind letztendlich die kleinen Unterschiede, die den Ausschlag geben werden. Generell tun sich ansonsten weder die Xbox 360 als auch die PS3 von Sony wenig, was Ausstattung, Zubehör, Spielevielfalt oder Online-Aktivitäten betrifft.