PS3 Wii Emulator, Sony & das Thema offene PS3 Konsole

Das Inteet erzeugt manchmal Meldungen, die Gamer zur Begeisterung bringen, sich bei genauerer Betrachtung aber als gefährlich entpuppen. So begab es sich, dass einige Seiten verkündeten, ein findiger Programmierer arbeite an einem Wii-Emulator für die Playstation 3. Wer lange mit seiner Sony Konsole Spaß haben möchte, sollte allerdings einen großen Bogen um diese Software machen und sich lieber eine echte Wii ins Wohnzimmer stellen.

Was hat es mit dem PS3 Emulator für PS3 Spiele auf sich?

Laut den Berichten soll der Emulator von einer Person namens „shinhalsafar“ entwickelt werden. Dieser hat in der Vergangenheit bereits NES-und SNES-Games auf der PS3 zum Laufen gebracht. Neben Titeln für die Wii soll mit dem Emulator auch die gesamte Gamecube-Bibliothek auf Sony’s Heimkonsole spielbar werden. Soweit so gut. Was diese Meldungen allerdings größtenteils verschweigen ist, dass jeder User des Emulators die Nutzungsbestimmungen der PS3 verletzt und so möglicherweise vom Playstation Network gebannt werden könnte. Weiterhin ist der Emulator wahrscheinlich an eine bestimmte Firmware gebunden, was heißt, dass mit einem Update von Seiten Sony’s die Software zum Spielen von Wii-und Gamecube-Titeln nicht mehr funktionieren dürfte. In der Vergangenheit konnte der Playstation-Mutterkonze so bereits diverse Jailbreaks vereiteln. Wer den Emulator nutzen will, muss demnach auf die Aktualisierungen der PS3-Software verzichten. Die Playstation 3 war ursprünglich, im Vergleich zur Wii und Xbox 360, ein relativ offenes System. Zu Beginn konnte man sogar Linux auf der Konsole installieren. Nach und nach schränkte Sony diese Offenheit aber immer weiter ein, vermutlich weil der Konze nicht kontrollieren konnte, welcher Content von den Use selbst erstellt würde. Es ist anzunehmen, dass diese Einschränkungen auf Grund rechtlicher Bedenken vorgenommen wurden, schließlich will Sony nicht für Material verantwortlich gemacht werden, welches möglicherweise Urheberrechte verletzt oder diskriminierende Inhalte vorweist (man weiß ja nie, was alles entwickelt werden könnte). Zudem bringt die Suche und anschließende Löschung dieser Anwendungen enorm viel Arbeit und somit auch Kosten mit sich.